Von Beate Schneider

Ideen für neue Workshop-Programme

für die Sekundarstufe II entstanden in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern sowie der Junior Uni Wuppertal.

Wie muss ein Museumsworkshop aussehen, damit Jugendliche wirklich Lust haben mitzumachen? Genau dieser Frage sind wir gemeinsam mit sieben Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Sedanstraße in Wuppertal sowie der Junior Uni Wuppertal nachgegangen.

An einem intensiven Feedback und Kreativtag erkundeten die Jugendlichen unsere Dauerausstellung, bewerteten Inhalte und entwickelten erste Ideen für zukünftige Workshops. Unser Ziel: Gemeinsam mit Jugendlichen Programme zu entwickeln, die wissenschaftlich spannend sind, an den Kernlehrplan der Oberstufe anschließen und gleichzeitig die Lebenswelt junger Menschen aufgreifen.

Gegenseitiges Kennenlernen

Der gemeinsame Tag begann mit einer Vorstellungs- und Kennenlernrunde sowie einer kurzen Einführung dazu, wie man konstruktives Feedback gibt.

Ausstellung kritisch erkunden

Anschließend erkundeten die Jugendlichen in Kleingruppen die Dauerausstellung des Neanderthal Museums. Einige von ihnen waren zuvor noch nie dort gewesen.

Mithilfe farbiger Post Its hielten sie fest, welche Themen sie besonders spannend fanden, wo Fragen offenblieben und welche Inhalte sie gerne vertiefen würden. Besonders die Rekonstruktionen unserer frühen Vorfahren, die Klimawand, das Kopfkino mit den Höhlenmalereien sowie Fragen rund um Kommunikation und Zusammenleben stießen auf großes Interesse.

Kreativworkshop und erste Visionen für neue Formate

In der Steinzeitwerkstatt lernten die Jugendlichen zunächst die bereits bestehenden Workshops „Kriminalbiologie“ und „Humanfossilien“ kennen.

Anschließend wurde es kreativ: Die Jugendlichen kombinierten ihre eigenen Freizeitbeschäftigungen mit lehrplanrelevanten Themen wie Genetik, Mikrobiomforschung oder der Vermessung des Menschen. Die Methode orientierte sich an kreativen Assoziations- und Kombinationstechniken.

Fußball traf auf Genetik. Motorradfahren auf anthropologische Vermessungsmethoden. Fantasyerzählungen auf Mikrobiomforschung.

Durch diese ungewöhnlichen Verknüpfungen entstanden überraschende Denkansätze und neue Fragestellungen. In allen Gruppen tauchten Themen wie Körpermanipulation, Leistungsoptimierung, Gesundheit und Selbstoptimierung auf. Immer wieder ging es auch um die Frage, wie unser Genom, unser Mikrobiom oder unser Körper verändert werden könnten und welches evolutionäre Erbe wir bis heute in uns tragen.

Ausblick

Die Jugendlichen eröffneten an diesem Tag spannende Perspektiven auf Themen, die Wissenschaft, Alltag und Zukunftsfragen miteinander verbinden. Viele ihrer Ideen und Impulse werde ich im weiteren Entwicklungsprozess aufgreifen und für die Konzeption zukünftiger Programmangebote für diese Altersgruppe nutzen.

Nach den ersten Konzeptionsschritten sind Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler herzlich eingeladen, das neue Programm zu testen und uns Rückmeldung zu geben.

Denn eines wurde an diesem Tag besonders deutlich: Jugendliche möchten Wissenschaft nicht nur vermittelt bekommen. Sie möchten mitdenken, mitdiskutieren und mitgestalten.

Dank

Ein herzliches Dankeschön gilt der Junior Uni Wuppertal, insbesondere Bettina Wiek und Anna Rottmann, die diese Kooperation mit den Schülerinnen und Schülern ermöglicht und begleitet haben.

Ebenso danken wir den Schülerinnen und Schülern Celine K., Almira R., Paulina M., Sara K. , Sif K. Louayl M. und Ronja F. vom Gymnasium Sedanstraße in Wuppertal für ihre Offenheit, ihre Neugier und ihre kreativen Ideen.

Bilder für Blog Junior Uni Wuppertal
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